12.09.2019

So wird dein Vortrag zum Erfolg

Richtig wirken bei einem Vortrag

Vor anderen einen Vortrag oder eine Präsentation zu halten ist für die meisten Menschen eine Herausforderung. Nicht nur, dass es für viele von uns nicht alltäglich ist, auf einer Veranstaltung oder vor einem größeren Publikum Vorträge zu halten – auch möchte man natürlich, dass die eigenen Vorträge ein voller Erfolg werden. Die Herangehensweisen sind dabei so unterschiedlich wie die Ziele verschiedener Vorträge und Veranstaltungen. Zahlreiche Trainer bieten daher Kurse für erfolgreiche Vorträge an. Doch auch wer nur ab und zu Vorträge hält und deshalb nicht gleich einen teuren Kurs buchen und die entsprechende Zeit dafür aufbringen will, kann – wenn er ein paar Tipps in seinem Vortrag beachtet – mit der Zeit jedes Publikum für sich gewinnen. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei Sprache und Wirkung deiner Vorträge.

Das Publikum richtig ansprechen

Eine der ersten Fragen, die du dir vor deinem Vortrag stellen solltest, gilt dem Publikum. Wer sind die Zuhörer? Welche Erwartungen hat das Publikum an den Vortrag und den an dich? Wie stehen die Menschen im Publikum zum jeweiligen Thema des Vortrags?

Teilnehmer einer fachlichen Veranstaltung werden beispielsweise von dir erwarten, dass du eine gewisse Fachkompetenz ausstrahlst, dich also mit dem Thema auskennst. Ein solcher Vortrag wird dann zum Erfolg, wenn du nicht nur deinen Text auswendig kannst, sondern dich auch darüber hinaus mit dem Thema befasst hast und etwa kompetent auf Fragen antworten kannst. Um ein solches Publikum anzusprechen und kompetent zu wirken, solltest du außerdem darauf achten, dass dein Vortrag eine gewisse Struktur hat und Behauptungen durch Fakten gestützt werden. Handelt es sich bei deinem Publikum hingegen beispielsweise um viele junge Menschen, solltest du besonderes Augenmerk darauf legen, die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer aufrecht zu halten. Hier sind spannende Informationen und genügend Abwechslung in deinem Vortrag wichtig, zum Beispiel indem du dein Publikum mit einer Diskussion aktiv in deinen Vortrag einbindest.

Das Ziel deines Vortrags im Blick halten

Neben der Frage, was dein Publikum von deinem Vortrag erwartet, gilt es natürlich auch das Ziel deines Vortrags zu beachten. Möchtest du deinen Vortrag oder deine Präsentation zum Beispiel nutzen, um deine Zuhörer zu begeistern und mitzureisen? Geht es darum, Vorgesetzten eine Idee zu präsentieren und diese davon zu überzeugen? Soll dein Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung über Informationen und Wissen zu einem bestimmten Thema – etwa Datenschutz – vermitteln? Oder geht es darum, dein Team nach einer schwierigen Zeit wieder zu motivieren?

Abhängig davon, welches Ziel du mit deinem Vortrag verfolgst, kannst du ableiten, welche Wirkung du gegenüber deinem Publikum ausstrahlen möchtest. Passende Wirkungsweisen können zum Beispiel charismatisch, aktivierend, optimistisch, kompetent oder zielorientiert sein. Anders herum kann der Schlüssel zu Erfolg deines Vortrags auch darin liegen, zu entscheiden, welche Wirkungsweisen du nicht ausstrahlen möchtest. Wer etwa ein Publikum begeistern und mitreisen möchte, wird mit einer eher gelassenen Wirkung Schwierigkeiten haben. Genauso kann eine starke autoritäre Wirkung kontraproduktiv sein, wenn es darum geht, sein Team von einer neuen Idee zu überzeugen oder das Wort an Vorgesetzte zu richten.

Die richtige Wirkung erzielen

Hast du auf Basis deines Publikums und deiner Ziele entschieden, welche Wirkungsweisen für den Erfolg deines Vortrags relevant sind, gilt es nun, diese auch tatsächlich auch bei deinem Vortrag auszustrahlen. Neben deinem optischen Auftreten (Haltung, Körpersprache, Kleidung, etc.) spielt dabei die Sprache in deinem Vortrag eine elementare Rolle. Jedes einzelne Wort in einem Vortrag erzeugt eine Wirkung. Wer besonders viele Fachbegriffe, Zahlen und Fakten in seinem Vortrag einbindet, wirkt kompetent, aber vielleicht weniger charismatisch. Wer sehr häufig das Wort „man“ verwendet, strahlt weniger Verbindlichkeit aus. Ein relativierendes Wort wie „glaube“ oder „denke“ kann hingegen unsicher wirken.

Dies sind nur einzelne Beispiele, wie du Sprache in deinem Vortrag ganz gezielt einsetzen kannst, um mit einer bestimmten Wirkung dein Publikum richtig anzusprechen. Um diese Vorgehensweise zu üben, brauchst du nicht zwangsläufig einen teuren Kurs buchen oder einen Trainer engagieren. Analysetools wie Wie wirke ich ermöglichen dir schnell, günstig und einfach herauszufinden, wie du auf andere wirkst. Zudem halten Experten für Sprache dort Tipps bereit, wie du für deine Vorträge ganz bestimme Wirkungsweisen in kurzer Zeit trainieren kannst. Und zu guter Letzt gilt: Übung macht den Meister. Je mehr Vorträge du auf Veranstaltungen hältst, desto einfacher wird es dir mit der Zeit fallen.